Der Klavierspieler vom Gare du Nord

Klappentext

Der Junge aus der Pariser Vorstadt und der Direktor des Konservatoriums wären sich nie begegnet, stünde da nicht ein Klavier am Gare du Nord. Der 20-jährige Mathieu ist auf die schiefe Bahn geraten und hat nichts außer einem großen musikalischen Talent. Pierre dagegen hat alles, steckt aber in einer tiefen Lebenskrise. Das ungleiche Paar schließt einen Pakt: Pierre ermöglicht Mathieu die Teilnahme am renommiertesten Klavierwettbewerb des Landes. Wird Mathieu die Chance seines Lebens ergreifen? Und warum tut Pierre all das für ihn? Gabriel Katz hat mit »Der Klavierspieler vom Gare du Nord« einen bewegenden Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft und die verbindende Kraft der Musik geschrieben...

Meine Meinung zum Titel

Die Geschichte vom jungen Underdog, der durch Zufall von einem privilegierten Mann gefunden und protegiert wird, ist ja wirklich nicht neu. Gabriels Katz 'Der Klavierspieler vom Gare du Nord' könnte man auf dieses Quintessenz reduzieren. Das wäre aber ein nicht gut zu machender Fehler.

Mathieu, 20 ohne berufliche Hoffnung und ins leicht kriminelle Milieu geruscht, ahnt nichts von seinem außergewöhnlichen musikalischen Talent. Pierre, Direktor eines Musikkonservatoriums, durchlebt eine schwere persönliche Krise. Beider Wege kreuzen sich. Eine Geschichte voller Schmerz, Gefühl, Spannung und Ironie. Leicht und trotzdem temporeich erzählt, ähnelt sie dadurch durchaus einem klassischen Musikstück. Dazu passen die wunderbaren Stimmen von Oliver Siebeck, der überzeugend die Zerrissenheit und immer wieder durchblitzende Schläue Pierres liest und von Elmar Börger, der gekonnt Mathieus Verletzlichkeit in rotzige Töne verpackt.